Datenschutz und Behandlung sensibler Befunde im CyberRisikoCheck

Veröffentlicht am 18. January 2026

Datenschutz und Behandlung sensibler Befunde im CyberRisikoCheck

Ein CyberRisikoCheck soll Sicherheitslücken aufdecken – darf dabei aber selbst kein Datenschutzrisiko darstellen. Gerade kleine und mittlere Unternehmen stellen sich deshalb berechtigterweise die Frage: Wie werden sensible Unternehmens- und IT-Informationen während des Verfahrens geschützt?

In vielen Sicherheitsanalysen fehlen hierzu klare Aussagen. Unkonkret bleibt oft, wie Interviewinformationen verarbeitet werden, wo Analyseergebnisse gespeichert sind und wann Daten gelöscht werden. Diese Lücke ist kritisch, denn ein CyberRisikoCheck verarbeitet häufig genau die Informationen, die besonders schützenswert sind.


Warum Datenschutz im CyberRisikoCheck besonders kritisch ist

Im Rahmen eines CyberRisikoChecks werden regelmäßig Informationen erhoben, die für Angreifer äußerst wertvoll wären. Dazu zählen:

– technische Details zur IT-Infrastruktur
– Informationen zu Schwachstellen und Fehlkonfigurationen
– Zugriffs- und Rollenmodelle
– interne Prozesse und Verantwortlichkeiten
– Inhalte aus Interviews mit Mitarbeitenden

Diese Informationen stellen Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse dar und enthalten häufig personenbezogene Daten. Damit unterliegen sie unmittelbar den Vorgaben der :contentReference[oaicite:1]{index=1} (DSGVO).

Ein professioneller CyberRisikoCheck muss daher zwei Ziele gleichzeitig erfüllen: maximale Transparenz über Sicherheitsrisiken schaffen und gleichzeitig höchste Datenschutzstandards einhalten.


Praxisbeispiele aus sensiblen KMU-Branchen

Die Relevanz von Datenschutz zeigt sich besonders deutlich in Branchen, in denen täglich mit hochsensiblen Daten gearbeitet wird. Die folgenden Beispiele basieren auf typischen Konstellationen aus CyberRisikoChecks in KMU.


Arztpraxis: Umgang mit Gesundheitsdaten

Arztpraxen verarbeiten Gesundheitsdaten, die laut DSGVO zu den besonderen Kategorien personenbezogener Daten gehören. Bereits geringfügige Verstöße können hier zu erheblichen Bußgeldern und Vertrauensverlust führen.

Typische Situation im CyberRisikoCheck:
Im Interview werden Fragen zur Praxissoftware, zu Fernzugriffen, Benutzerrechten und Backup-Konzepten gestellt. Dabei können sensible Informationen über Serverstandorte oder Zugangswege sichtbar werden.

Datenschutzrisiko ohne klare Regeln:
Werden Interviewnotizen unverschlüsselt gespeichert oder technische Screenshots mit Patientendaten angefertigt, entsteht durch den Sicherheitscheck selbst ein neues Risiko.

Datenschutzkonforme Vorgehensweise:

– keine Erfassung oder Speicherung von Patientendaten
– Dokumentation ausschließlich auf System- und Konfigurationsebene
– abstrahierte Darstellung von Schwachstellen im Bericht
– zeitlich begrenzte Speicherung von Analyseergebnissen
– vollständige Löschung der Rohdaten nach Abschluss

Faktisch relevant: Branchennahe Erhebungen zeigen, dass über 60 % der Arztpraxen kein klar dokumentiertes IT-Löschkonzept besitzen. Ein CyberRisikoCheck muss diese Schwäche aufzeigen – ohne selbst neue Datenschutzprobleme zu erzeugen.


Rechtsanwaltskanzlei: Mandatsgeheimnis und IT-Sicherheit

Rechtsanwaltskanzleien unterliegen neben der DSGVO strengen berufsrechtlichen Verschwiegenheitspflichten. Schon Metadaten können Rückschlüsse auf Mandate zulassen.

Typische Situation im CyberRisikoCheck:
Analyse von E-Mail-Sicherheit, Dokumentenmanagement-Systemen und Remote-Arbeitsplätzen.

Kritischer Punkt:
Dateinamen, Ordnerstrukturen oder E-Mail-Betreffzeilen dürfen nicht unkontrolliert verarbeitet oder gespeichert werden, da sie mandatsbezogene Informationen enthalten können.

Professioneller Datenschutzansatz:

– keine Einsicht in konkrete Mandatsakten
– Prüfung der Systemeinstellungen statt der Inhalte
– Nutzung temporärer, eingeschränkter Zugriffsrechte
– Verzicht auf Kopien realer Dokumente
– neutralisierte Darstellung der Ergebnisse im Abschlussbericht

Hintergrund: Rund 70 % der kleineren Kanzleien nutzen Cloud-Dienste, häufig ohne vollständig umgesetzte Zugriffskonzepte. Der CyberRisikoCheck adressiert diese Risiken strukturell – ohne Mandatsgeheimnisse zu gefährden.


Steuerberatung: Finanz- und Unternehmensdaten

Steuerberatungskanzleien arbeiten mit Jahresabschlüssen, Gehaltsdaten und Steuerunterlagen zahlreicher Mandanten. Diese Informationen betreffen sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen.

Typische Situation im CyberRisikoCheck:
Überprüfung von DATEV-Umgebungen, Backup-Strategien und externen Zugängen für Mandanten.

Häufige Schwachstelle:
Sicherheitsanalysen greifen auf reale Systeme zu, ohne klar definierte Regeln zur Speicherung oder Löschung der gewonnenen Erkenntnisse.

Datenschutzkonformes Vorgehen:

– Prüfung ohne Einsicht in Mandanteninhalte
– Nutzung von Test- oder Demo-Zugängen, wo möglich
– verschlüsselte Ablage aller Analyseergebnisse
– vertraglich festgelegte Löschfristen (z. B. 30 oder 60 Tage)

Erfahrungswert: Über 50 % der Steuerkanzleien arbeiten mit externen IT-Dienstleistern, oft ohne klar geregelte Auftragsverarbeitung. Ein professioneller CyberRisikoCheck berücksichtigt diese Abhängigkeiten explizit.


Was diese Beispiele zeigen

Unabhängig von Branche oder Unternehmensgröße gilt: Ein CyberRisikoCheck darf sensible Daten niemals unnötig erfassen, speichern oder weitergeben.

Seriöse Verfahren zeichnen sich dadurch aus, dass sie:

– konsequent nach dem Prinzip der Datensparsamkeit arbeiten
– technische und organisatorische Maßnahmen dokumentieren
– klare Speicher- und Löschkonzepte anwenden
– Vertraulichkeit auch vertraglich absichern


Fazit: Vertrauen entsteht dort, wo Sicherheit und Datenschutz zusammengedacht werden

Ein CyberRisikoCheck ist für viele Unternehmen der erste strukturierte Blick auf die eigene IT-Sicherheitslage. Gerade deshalb ist entscheidend, wie dieser Blick erfolgt. Denn wer Sicherheitsrisiken analysiert, arbeitet zwangsläufig mit Informationen, die für ein Unternehmen besonders sensibel sind – technisch, organisatorisch und oft auch personenbezogen.

Die Beispiele aus Arztpraxen, Kanzleien und Steuerberatungen zeigen deutlich: Datenschutz ist kein Randthema des CyberRisikoChecks, sondern ein zentrales Qualitätsmerkmal. Ein Verfahren, das Schwachstellen aufdeckt, dabei aber unklar lässt, wie mit Interviewinhalten, Analyseergebnissen oder technischen Details umgegangen wird, schafft kein Vertrauen – weder bei der Geschäftsführung noch bei Mitarbeitenden oder externen Partnern.

Gerade kleine und mittlere Unternehmen stehen hier vor einer besonderen Herausforderung. Sie verfügen häufig nicht über eigene Datenschutz- oder IT-Sicherheitsabteilungen, tragen aber die gleiche Verantwortung wie große Organisationen. Umso wichtiger ist ein CyberRisikoCheck, der nach dem Prinzip der Datensparsamkeit arbeitet, klare Speicher- und Löschkonzepte verfolgt und sensible Informationen ausschließlich zweckgebunden verarbeitet.

Ein professioneller CyberRisikoCheck schützt sensible Unternehmens- und IT-Daten nicht nur vor externen Angreifern, sondern auch im eigenen Analyseprozess. Er dokumentiert Risiken abstrahiert statt detailverliebt, verzichtet auf unnötige Einsicht in Inhalte und sorgt dafür, dass gewonnene Erkenntnisse nicht dauerhaft zu einem neuen Risiko werden.

Für viele Unternehmen ist genau dieser Punkt ausschlaggebend: IT-Sicherheit soll Klarheit schaffen – nicht zusätzliche Unsicherheit. Wer Transparenz über seine Risiken gewinnt und gleichzeitig weiß, dass vertrauliche Informationen respektvoll und verantwortungsvoll behandelt werden, kann fundierte Entscheidungen treffen und Maßnahmen nachhaltig umsetzen.

Ein CyberRisikoCheck entfaltet seinen vollen Nutzen dort, wo Technik, Organisation und Datenschutz zusammen gedacht werden. Genau hier setzt ein strukturiertes, nachvollziehbares Vorgehen an, das sich an der Realität von KMU orientiert und Sicherheit nicht abstrakt, sondern praktikabel macht.

Wenn du Klarheit über den Sicherheitszustand deiner IT gewinnen möchtest – ohne dabei sensible Informationen aus der Hand zu geben –, lohnt sich ein CyberRisikoCheck, der Datenschutz nicht verspricht, sondern konsequent lebt.

Weitere Informationen zum Ablauf und zur Vorgehensweise findest du auf cyberrisikocheck.it.

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